Die Sense - Living-Earth

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Die Sense

Die Sense

Ich versuche zu beschreiben, warum mir die Arbeit mit der Sense so wertvoll u. wichtig ist.Als Zehnjähriger habe ich zum ersten Mal mit der Sense gemäht (unter Anleitung u. Aufsicht des Großvaters). Ich habe nach relativ kurzer Zeit gemerkt, dass ich mit der Sense auch da mähen kann, wo die Maschinen nicht hinkommen. In unserer kleinen Landwirtschaft gab es viele Möglichkeiten, die Sense einzusetzen.Damals war mir natürlich nicht klar, wie wichtig dieses scheinbar schlichte Werkzeug für die Besiedelungs- u. Kulturgeschichte im mittel- u. nordeuropäischen Raum war u. vielleicht schon bald wieder wird (spätestens dann, wenn die Zeiten des billigen Öls vorbei sind!!!).
Seit der La-Téne-Zeit (ca. 500 – 100 v. Chr.), in dieser Epoche wurde erstmals Eisen allgemein verwendet, gibt es Sensen u. die archäologischen Funde belegen, dass der Ursprung in den feuchteren u. kälteren Regionen Europas liegt. Erst mit der Sense war es möglich, genügend Heuvorräte für den Winter einzuheimsen und damit eine regelrechte Viehwirtschaft zu betreiben.Die Sense blieb über ca. 2 Jahrtausende das wichtigste Gerät für die Mahd von Gras u. Getreide.
Eine detaillierte Darstellung der Sensen-Geschichte ist nachzulesen unter: www.sensenverein.de/geschichte.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich ja nicht streiten. Aber mir gefällt die Wildblumenwiese deutlich besser als der Zierrasen. Und das sehen die vielen Wiesenbewohner – u. besucher sicher genauso. Eine Wildblumenwiese ist einer der artenreichsten Lebensräume überhaupt. Speziell Wild- u. Honigbienen, Hummeln u. Schmetterlingsarten sind auf Nektar u. Blütenpollen angewiesen u. finden in den heute leider vorherrschenden Agrarwüsten mit Monokulturen über lange Zeiträume kaum Blüten. Die Blüten von Obstbäumen, Raps u. Mais in der konventionellen Landwirtschaft sind durch Einsatz von „Pflanzenschutzmitteln“ zudem häufig auch noch tödlich für unsere Bienen, Hummeln u. andere Insekten.

Wir alle können unseren einheimischen Arten helfen, indem wir statt Zierrasen eine Wildblumenwiese anlegen. Mit der Sense ist die 2-3 malige Mahd ganz einfach u. nebenbei tun wir auch noch etwas für unsere Fitness.

Vergleichstabelle zu Geräten in Profi-Qualität

Die Tabelle gibt keine unmittelbare Auskunft zu der Frage:
Wie arbeitet es sich mit Sense und Freischneider im Vergleich?
Wer beides schon gemacht hat, kennt die Antwort:
  • Die Arbeit mit einer guten Sense (Sensenbaum in richtiger Länge, Sensenblatt richtig eingestellt u. superscharf !) ist ein Vergnügen!!!
  • Die Arbeit mit dem Freischneider ist schwer, nervtötend u. sehr anstrengend, mit einem Wort ätzend!!!

Außerdem ist das abgeschlagene u. zermatschte Mähgut zu nichts zu gebrauchen, es muß entsorgt werden. Für den Selbstversorger, der viel Kompost benötigt, ist die Sense unentbehrlich zur Bergung großer Mengen von Grünpflanzen als Ausgangsmaterial zur Kompostbereitung.

Haben Sie die genannten Argumente überzeugt, das Mähen mit der Sense zu erlernen?
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü